Horatier


Horatier
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Drei tapfere junge Römer, die zur Zeit des Königs Tullus Hostilius* gegen drei Brüder aus Alba Longa, die Curiatier, zu einem Kampf auf Leben und Tod antraten. Dessen Ausgang sollte entscheiden, ob Rom oder Alba Longa künftig die Vorherrschaft in Latium ausüben dürfe. Nachdem bereits zwei der Horatier gefallen waren, bezwang der letzte von ihnen seine drei Gegner und nahm ihre Waffen als Beute. Bei deren Anblick begann seine Schwester zu klagen, denn sie erkannte die Rüstung ihres Verlobten. Horatius tötete das Mädchen sogleich mit seinem Schwert, wobei er sagte: »So sterbe jede Römerin, die einen Feind beweint.« Wegen dieser Tat wurde er als Mörder verurteilt, aber vom Volk, bei dem er Berufung einlegte, freigesprochen unter der Bedingung, daß er Sühneopfer darbringe (Livius, Ab urbe condita I 24–26). Das Bild ›Der Schwur der Horatier‹ – von Jacques-Louis David (1784, Paris, Louvre) gehört zu den bedeutendsten Schöpfungen klassizistischer Malerei.

Who's who in der antiken Mythologie. 2013.